Schule in Indonesien

Indonesien ist im asiatischen Vergleich in Sachen Bildung ein Entwicklungsland. 20% der Mäd­chen und 10% der Jungen sind Analphabeten. Zwar besteht eine 9-jährige Allgemeine Schulpflicht, aller­dings sind die Lehrkräfte in diesen Schulen häufig schlecht ausgebildet. Dazu kommt, dass weder Schulen noch (Schul)Busse kostenlos sind und die Familien oft die Kosten für den Schulbe­such nicht aufbringen können.

37 Millionen Indonesier leben unterhalb der Armutsgrenze, haben also weniger als 1 US$ zum Lebensunterhalt. Etwa ebenso viele liegen knapp oberhalb dieser Grenze. Zu­meist wird lediglich in die Ausbildung der erstgeborenen Söhne investiert, damit diese in der Lage sind, eine Arbeitsstelle zu finden und die eigene Familie bzw. die Eltern im Alter zu versorgen (es gibt keine Sozialversicherung in Indonesien, Ausnahme Regierungsbeamte, Polizei und Militär). Viele Mädchen gehen schon nach 6 Jahren von der Schule ab und werden früh zum Heiraten gedrängt, damit sie die Familie verlassen, zum Ehemann ziehen – und damit den eigenen Haushalt entlasten.